Collie Eye Anomaly (CEA)

Home
Glossar
Collie Eye Anomaly (CEA)

Collie Eye Anomaly (CEA) bei Hunden

Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine erbliche Augenkrankheit, die vor allem bei Hütehunderassen wie dem Collie, Shetland Sheepdog und Australian Shepherd auftritt. Die Erkrankung betrifft die Entwicklung der Augen und kann zu Sehstörungen oder in schweren Fällen zur Erblindung führen. Obwohl CEA angeboren ist, verschlechtert sich die Sehkraft in der Regel nicht weiter im Laufe des Lebens. Für Hundebesitzer ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen, um eine angemessene Betreuung zu gewährleisten.

Ursachen der Collie Eye Anomaly (CEA) bei Hunden

CEA wird durch eine genetische Mutation verursacht, die vererbt wird. Hunde, die zwei Kopien des defekten Gens (homozygot) tragen, entwickeln die Krankheit, während Träger einer Kopie des Gens (heterozygot) normalerweise keine Symptome zeigen, die Krankheit aber an ihre Nachkommen weitergeben können. Die genetische Natur der Erkrankung bedeutet, dass CEA nicht durch Umwelteinflüsse ausgelöst wird.

CEA tritt besonders häufig bei folgenden Rassen auf:

  • Collie (Rough und Smooth)
  • Shetland Sheepdog (Sheltie)
  • Australian Shepherd
  • Border Collie

Symptome der Collie Eye Anomaly (CEA) bei Hunden

Die Symptome von CEA variieren in ihrer Schwere, und nicht alle betroffenen Hunde zeigen sichtbare Anzeichen. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Chorioretinale Hypoplasie: Unterentwicklung der Aderhaut (Choroidea), einer Schicht des Auges, die für die Blutversorgung der Netzhaut verantwortlich ist.
  • Kolobom: Ein Defekt oder eine Aussparung in einer Struktur des Auges, häufig in der Sehnervscheibe.
  • Netzhautablösung: In schweren Fällen kann sich die Netzhaut ablösen, was zur Erblindung führen kann.
  • Abnormer Sehnerv: Bei betroffenen Hunden kann der Sehnerv fehlerhaft ausgebildet sein.

Viele Hunde zeigen jedoch keine sofort erkennbaren Sehstörungen, da die Krankheit oft nur ein oder beide Augen in milder Form betrifft.

Diagnose der Collie Eye Anomaly (CEA) bei Hunden

CEA wird in der Regel durch eine Augenuntersuchung von einem veterinärmedizinischen Augenarzt diagnostiziert. Die Erkrankung ist bereits bei jungen Welpen im Alter von 5 bis 8 Wochen nachweisbar. Zu den Diagnosemethoden gehören:

  • Ophthalmoskopie: Eine Untersuchung des Augenhintergrunds (Fundus) zeigt typische Anomalien wie Chorioretinale Hypoplasie oder Kolobome.
  • Gentest: Ein genetischer Test kann durchgeführt werden, um festzustellen, ob ein Hund das CEA-Gen trägt oder betroffen ist. Dies ist besonders nützlich für Züchter, um das Risiko bei zukünftigen Würfen zu verringern.

Behandlung der Collie Eye Anomaly (CEA) bei Hunden

Es gibt keine Heilung für CEA, da es sich um eine genetische Erkrankung handelt. In den meisten Fällen führt die Erkrankung jedoch nicht zu einer Verschlechterung der Sehkraft. Hunde mit milder CEA benötigen in der Regel keine Behandlung, können aber bei schweren Verläufen zusätzliche Unterstützung benötigen. Behandlungsmöglichkeiten bei Komplikationen umfassen:

  • Chirurgische Eingriffe: Bei Netzhautablösungen kann eine Operation erforderlich sein, um die Sehkraft zu erhalten oder wiederherzustellen.
  • Lebensqualität: Hunde mit schwerwiegender Beeinträchtigung können in ihrem Alltag angepasste Hilfen benötigen, um mit ihrer verminderten Sehkraft zurechtzukommen.

Prognose und Nachsorge

Die Prognose für Hunde mit Collie Eye Anomaly hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. In milden Fällen können Hunde ein normales Leben führen, ohne dass die Krankheit ihre Sehkraft signifikant beeinträchtigt. In schwereren Fällen kann es zu Sehproblemen bis hin zur Erblindung kommen. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind für betroffene Hunde wichtig, um den Zustand der Augen zu überwachen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Prävention der Collie Eye Anomaly (CEA) bei Hunden

Da CEA eine genetische Erkrankung ist, liegt der Fokus auf der Prävention durch verantwortungsvolle Zucht. Genetische Tests können helfen, Träger des Gens zu identifizieren und so die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe der Krankheit zu reduzieren. Seriöse Züchter testen ihre Zuchttiere auf CEA und vermeiden es, betroffene Hunde zu verpaaren.

Für Hundebesitzer, die einen Welpen aus einer anfälligen Rasse kaufen möchten, ist es ratsam, nach genetischen Tests der Elterntiere zu fragen.

Zusammenfassung

Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine erbliche Augenkrankheit, die vor allem Hütehunderassen betrifft. Die Krankheit variiert in ihrer Schwere, wobei viele Hunde keine schweren Sehstörungen aufweisen. Eine frühzeitige Diagnose durch genetische Tests oder Augenuntersuchungen ist wichtig, um das Risiko der Erkrankung zu minimieren und betroffene Hunde bestmöglich zu betreuen. Obwohl CEA nicht heilbar ist, können die meisten betroffenen Hunde ein normales Leben führen, insbesondere bei milden Formen der Erkrankung.

Deine kostenlose
Futterberatung
mit Oh Bella.

Freie Slots sind aktuell verfügbar