
Appenzeller Sennenhund
Der Appenzeller Sennenhund ist eine von vier Sennenhunderassen aus der Schweiz. Bekannt für seine Energie, Vielseitigkeit und Wachsamkeit, wurde er ursprünglich als Hof- und Treibhund eingesetzt. Seine lebhafte und aktive Natur macht ihn nicht nur zu einem ausgezeichneten Arbeitshund, sondern auch zu einem treuen Familienbegleiter, der viel Bewegung und Beschäftigung benötigt.
Die Zucht des Appenzeller Sennenhunds teilt sich in zwei Hauptlinien:
- Arbeitshunde: Diese Linie legt den Fokus auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit, insbesondere für das Treiben und Bewachen von Vieh.
- Familienhunde: Hier wird auf ausgeglichene Temperamente geachtet, um den Appenzeller auch als Begleit- und Familienhund zu fördern.
Beide Linien zeichnen sich durch die typischen Merkmale der Rasse aus: Wachsamkeit, Energie und Treue.
Erziehung und Training
Der Appenzeller Sennenhund ist intelligent und lernwillig, was ihn leicht trainierbar macht – allerdings benötigt er eine konsequente Führung. Aufgrund seiner hohen Energie und seines selbstbewussten Wesens kann er manchmal stur sein, weshalb erfahrene Hundebesitzer von Vorteil sind. Positive Verstärkung und abwechslungsreiche Aufgaben, die ihn geistig und körperlich fordern, sind ideal für seine Erziehung. Er eignet sich gut für Hundesportarten wie Agility oder Obedience.
Fütterungsempfehlung
Für einen erwachsenen Appenzeller Sennenhund (22–32 kg) empfiehlt sich folgende Fütterung:
- Trockenfutter: 300–400 g pro Tag, auf zwei Mahlzeiten verteilt.
- Nassfutter: 800–1000 g pro Tag, ebenfalls auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt.
Da der Appenzeller sehr aktiv ist, sollte die Futtermenge je nach Bewegung und Aktivitätslevel angepasst werden. Achten Sie darauf, dass der Hund nicht zu viel Gewicht zunimmt, da dies seine Gelenke belasten könnte.
pro Tag
pro Tag
Monat
Pflege und Gesundheit
Der Appenzeller hat ein kurzes, pflegeleichtes Stockhaar. Regelmäßiges Bürsten, besonders während des Fellwechsels, reicht aus, um das Fell gesund und glänzend zu halten. Gesundheitlich ist die Rasse robust, aber wie bei vielen anderen großen Hunden kann sie anfällig für bestimmte genetische Erkrankungen sein.
Typische Krankheiten:
- Hüftdysplasie: Eine genetische Erkrankung, die zu Schmerzen und eingeschränkter Mobilität führen kann.
- Progressive Retinaatrophie (PRA): Eine Augenkrankheit, die im fortgeschrittenen Stadium zur Erblindung führt.
- Ellbogendysplasie: Fehlbildungen im Ellenbogengelenk, die zu Lahmheit führen können.
Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sowie eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung tragen zur Gesunderhaltung bei.
Charakter und Wesen
Der Appenzeller Sennenhund ist lebhaft, selbstbewusst und wachsam. Er ist stark an seine Familie gebunden und besitzt einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Gleichzeitig ist er verspielt und freundlich im Umgang mit Menschen, die er gut kennt. Seine hohe Energie macht ihn zu einem aktiven Hund, der gerne arbeitet und sich beschäftigt.
Positive Eigenschaften:
- Sehr intelligent und lernfähig
- Wachsam und beschützend
- Energetisch und verspielt
Negative Eigenschaften:
- Neigt zu Sturheit
- Braucht viel Bewegung und Beschäftigung
- Kann territorial sein
Geeignete Aufgaben und Einsatzbereiche
Der Appenzeller Sennenhund ist ein vielseitiger Hund, der sich für verschiedene Aufgaben eignet:
- Wachhund: Aufgrund seiner Wachsamkeit und Schutzbereitschaft ist er ideal für das Bewachen von Haus und Hof.
- Hundesport: Mit seiner Agilität und Intelligenz eignet er sich gut für Hundesportarten wie Agility, Obedience und Flyball.
- Arbeitshund: Der Appenzeller wird auch heute noch als Treib- und Hütehund eingesetzt, insbesondere für die Arbeit mit Vieh.
FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Diese Gruppe umfasst kräftige und muskulöse Hunde wie Pinscher, Schnauzer und Molosser, die traditionell als Wachhunde, Schutzhunde und Hofhunde verwendet wurden.
Für wen ist die Hunderasse geeignet?
Der Appenzeller Sennenhund eignet sich für aktive und erfahrene Hundebesitzer, die ihm viel Bewegung und geistige Anregung bieten können. Er passt gut zu Familien, die bereit sind, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen, oder zu Menschen, die auf einem großen Grundstück leben, wo er seiner Wachsamkeit und seinem Bewegungsdrang nachkommen kann. Für Anfänger ist diese Rasse aufgrund ihrer Energie und Sturheit weniger geeignet.
Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf
Der Appenzeller Sennenhund benötigt täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung. Er liebt lange Spaziergänge, Wanderungen und sportliche Aktivitäten. Neben körperlicher Auslastung braucht er auch geistige Herausforderungen, um ausgeglichen und zufrieden zu sein. Regelmäßiges Training und Aufgaben wie Apportieren, Hüten oder Hundesportarten sind ideal, um ihn zu beschäftigen.
Tipps zur Sozialisierung und Zusammenleben
Eine frühe Sozialisierung ist entscheidend, um den Appenzeller Sennenhund an verschiedene Situationen, Menschen und Tiere zu gewöhnen. Regelmäßige Kontakte mit anderen Hunden und positive Erfahrungen mit neuen Menschen und Umgebungen fördern seine soziale Entwicklung. Zudem sollte ihm schon als Welpe gezeigt werden, welche Verhaltensweisen akzeptabel sind, um seine Neigung zum Territorialverhalten zu kontrollieren.
Platzbedarf und Wohnsituation
Aufgrund seiner Energie und seines Bewegungsdrangs eignet sich der Appenzeller Sennenhund besser für das Leben auf dem Land oder in einem Haus mit großem Garten. Er kann auch in einer größeren Wohnung leben, solange er ausreichend Auslauf bekommt, aber ideal ist ein Umfeld, in dem er viel Platz hat, um sich zu bewegen und seinem natürlichen Instinkt als Wachhund nachzukommen.
Herkunft und Geschichte
Der Appenzeller Sennenhund stammt aus dem schweizerischen Appenzellerland und wurde ursprünglich als Viehtreiber und Hofwächter gezüchtet. Diese Rasse wurde erstmals 1853 beschrieben und diente damals den Bauern als vielseitiger Arbeitshund. 1906 wurde der Appenzeller offiziell als eigenständige Rasse anerkannt und hat sich seitdem in verschiedenen Arbeitsbereichen bewährt.
Fazit
Der Appenzeller Sennenhund ist ein lebhafter, intelligenter und vielseitiger Hund, der sich hervorragend als Wach- und Arbeitshund eignet. Seine Energie und sein Beschützerinstinkt machen ihn ideal für aktive Menschen oder Familien mit viel Platz und Zeit für seine Bedürfnisse. Mit der richtigen Erziehung und ausreichender Bewegung ist er ein loyaler und zuverlässiger Begleiter.
Verhaltensweisen
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Mindestens 1,5 bis 2 Stunden täglich, am besten in Form von Spaziergängen, Wanderungen oder Hundesport.
Ja, mit einer guten Erziehung ist der Appenzeller Sennenhund freundlich und verspielt im Umgang mit Kindern.
Ein Welpe kostet zwischen 1200 und 1800 Euro.
Ja, er kann in einer größeren Wohnung leben, benötigt jedoch viel Bewegung und geistige Anregung.
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